Humusbildung schadet der Heide

Die Wacholderheiden der Osteifel sind letztlich dadurch entstanden, weil die Böden völlig ausgelaugt (devastiert), d.h. sich saurer, stickstoffarmer Magerrasen gebildet hatte. Das gab dem Eiszeitrelikt Wacholder die Chance, sich zu entwickeln. Nur spezialisierte Pflanzen, wie z.B. das Borstgras konnten sich auf den devastierten Böden behaupten und vermehren. Humus bedeutet Stickstoff, also Naturdünger. Laubwerfende Pflanzen wie Buche, Eiche oder Birke sind Humusbildner. Kommen dazu noch Fäkalien von Großtieren wie Rind oder Pferd, reichern sich die Böden mit zusätzlichem Stickstoff an. Der dadurch entstehende üppige Pflanzenwuchs beschattet den Boden und unterdrückt den Nachwuchs neuer Wacholdergenerationen.

(Foto: Ulrich Siewers)
(Foto: Ulrich Siewers)
(Foto: Ulrich Siewers)
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