Teilbereich 1: Heiden bei Virneburg

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Die Blumerather Heide

(Foto: Ulrich Siewers)
(Foto: Ulrich Siewers)

liegt östlich des Eifelortes Virneburg auf einem Plateau südlich des Brauberges (525 m) und wird im Osten durch das Frauenholz (Staatswald des Forstreviers Nachtsheim) sowie im Süden durch die Bundesstraße B258 (Mayen - Nürburgring) begrenzt. Ein Wanderparklatz befindet sich am Rand der Bundesstraße, gut 2 km nordwestlich der markanten Straßengabel bei Kreuznick. Wird vom Hauptwanderweg 13 (Vulkanweg) des Eifelvereins durchquert, der Bestandteil des internationalen Fernwanderweges (Maas-Rhein-Weg) ist.

Das Gelände ist durch Forst- und Waldwege gut erschlossen. Sandiger, silikatreicher Lehmboden, bis Sommer 2007 mit starker Humusdecke.

Bis vor kurzem war das Gelände großflächig durch Schwarzdornhecken sowie Ginster verbuscht. Teilweise war es mit Nadelbaumgruppen  (Kiefer / Fichte). Vereinzelt vorkommende Laubbäume (Birke, Buche, Wildbirne, Wildkirsche, Eberesche) vorhanden. Die vorhandenen Wacholderbestände waren überaltert überwiegend stark bis sehr stark geschädigt (u.a. durch Schneebruch und Pilzbefall). Eine Verjüngung fand nicht statt.
Erste Freistellungen begannen bereits ab ca. 1995 im Rahmen der staatlichen Biotoppflege für den Kreis Mayen-Koblenz durch die Organisation von regelmäßiger Schafsbeweidung. 
Seit dem Spätherbst 2006 wurden die Schwarzdornhecken teilweise entfernt, die verbuschten Flächen freigestellt und zahlreiche schattenwerfende Bäume und Gehölze gefällt. Vom dabei anfallenden wertvollen Holz der Laubbäume profitierten vor allem die Bürger der Gemeinde Virneburg. Ausgesuchte landschaftsprägende und deshalb erhaltenswerte Gehölze waren von der Freistellung ausgenommen. Der Sturm Kyrill richtete im Januar 2007verhältnismäßig geringe Schäden in der Blumerather Heide an.

Anfang August 2007 wurde mit den Plaggarbeiten begonnen. Mit speziellen Maschinen wurde tonnenweise die Rohhumusschicht abgehobelt und abtransportiert. Diese notwendige Maßnahme dient zur Vorbereitung der Aussaat von Besenheide (Calluna vulgaris) im Spätherbst.

Besonderheiten der Flora und Fauna: Zahlreiche Singvogelarten, darunter Neuntöter, Grauammer und Wacholderdrossel. Schwarzspecht, Habicht und verschiedene Eulenarten sind hier zuhause.

 

Die Wacholderheide am Schafberg

(Foto: Ulrich Siewers)
(Foto: Ulrich Siewers)

liegt ca. 500 m südwestlich des Wanderparkplatzes "Blumerather Heide" an der Bundesstraße B258 (Mayen - Nürburgring) auf dem Schafberg (599 m), einer flachen Kuppe nördlich der Bundesstraße B410 (Mayen - Kelberg), begrenzt durch den Gemeindewald Luxem und den Staatforst des Revieres Nachtsheim /Forstamt Ahrweiler) im Osten und (landwirtschaftlich) intensiv genutzten Ackerflächen.

Abseits von Feld- und Waldwegen. Sandiger, silikatreicher Lehmboden auf Grauwacke.

Restbestände von Wacholder, geringfügiger Anteil von Feldgehölzen und einzelne Kiefern. 2005 wurden große Teile des Areals maschinell abgeplaggt und mit Calluna-Heide-Samen geimpft. Die Saat ist aufgegangen: Im August 2007 blüht das Heidekraut an vielen Stellen großflächig. Die Jungpflanzen sind kräftig und die Blütenstände erreichen bereits Höhen von 30 Zentimetern.


Blühende Heide im August 2007 © Ulrich Siewers
Blühende Heide im August 2007 © Ulrich Siewers

Besonderheiten der Fauna und Flora: Einzelne Vorkommen der Sommerwurz, größere Fingerhut-Kolonien (Digitalis), darunter weiße Blütenpflanzen. Im Sommer 2006 wurden wiederholt Rebhühner, Rotmilan und Feldhasen beobachtet.

Sehr schöne Aussicht auf Nürburg, Hohe Acht und die Höhen bei Arft und Langenfeld.

 

(Foto: Ulrich Siewers)
(Foto: Ulrich Siewers)