Teilbereich 7: Heiden bei Schalkenbach

anklicken für vergrößerte Ansicht

Die Calluna-Heide am Stucksberg

(Foto: Ulrich Siewers)
(Foto: Ulrich Siewers)

beginnt nur hundert Meter südlich von Schalkenbach am Südhang des Quarzitrückens des Stucksberges und bildet den rechten Rand des gleichnamigen Tales. Man erreicht es im Verlauf des "Köhler- und Loheweges", einem durch anschauliche Informationstafeln unterstützten Themen-Wanderweg im Vinxtbachtal.

Im Gegensatz zu den übrigen Teilflächen des LIFE-Projektes handelt es sich um Kahlflächen am Rand einer alten Lohhecke. Statt der typischen Borstgrasrasen gibt es am Stucksberg ausgedehnte Calluna-Heideflächen, die auf gewachsenem Fels und Verwitterungsgesteinsböden gedeihen. Das Wacholdervorkommen ist nur noch rudimentär vorhanden. Gesäumt von niedrigem bis mittelhohem Eichenstockausschlag kommen im Gebiet überwiegend Birken und vereinzelt niedrige Kiefern vor.

Die Wacholderheide am Weiselstein

(Foto: Ulrich Siewers)
(Foto: Ulrich Siewers)

liegt nur wenige hundert Meter nordwestlich vom Waldgut Schirmau (Gemarkung Oberdürenbach, VG Brohltal) auf einem Quarzitrücken in 475 m Höhe. Man erreicht es über die "Schirmau" beschilderte Zufahrt von Oberdürenbach oder von Schalkenbach. Eine touristische Attraktion stellt der hölzerne Aussichtsturm auf dem Berggipfel dar, von dem man bei guter Fernsicht sogar die Türme des Kölner Domes erblickt. Eine Info-Tafel am Aussichtsturm erklärt anschaulich die Entstehung der Heideflächen.

Das Wacholdergebiet ist zwar nicht besonders groß, aber dank der 2005 durchgeführten Pflegemaßnahmen sehr sehenswert. Üppige Calluna-Heide gedeiht zwischen Wacholder aller Altersstufen. Bis auf einige wenige Kiefern wurde das gesamte Gelände freigestellt. Im Übrigen ist es komplett von Fichten- bzw. Buchenhochwald umgeben. Nur die Randbereiche lassen erahnen, wie stark der Heidecharakter durch Beschattung gefährdet ist.

Einen anschaulichen Einblick in die Bodenverhältnisse bekommt der Laie in einer kleinen Grube hinter dem Aussichtsturm. Unter einer dünnen Humusdecke liegt Verwitterungsgestein und gewachsener Quarzitfels.