Teilbereich 7: Heiden bei Heckenbach

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Die Wacholderheide bei Beilstein

(Foto: Ulrich Siewers)
(Foto: Ulrich Siewers)

liegt etwa 800 Meter nordwestlich von Beilstein auf einem Felsplateau (507 m) des Ahrgebirges zwischen den tief eingeschnittenen Tälern des Blasweiler- und des Heckenbaches. Beiderseits des Forstweges, der die Heide durchzieht, wächst dicht stehender Wacholder. Einzelne Wacholdersäulen sind über 4 Meter hoch. Zusammen mit kleineren Kiefern, Besenginster und Birken bilden sie eher eine niederwaldähnliche Landschaftsform denn eine typische Heide. Im übrigen wächst in der gesamten Teilfläche Calluna-Heide. Borstgrasrasen kommt nur im nördlichen Teil vor, wo die Heide in Nadelholzhochwald übergeht.

Durch das Gelände führt der "Wacholderweg", auf dem der Wanderer in das weiter nördlich gelegene Teilgebiet "Wiwelsberger Heide" gelangt.



Die Wacholderheide am Wiwelsberg

(Foto: Ulrich Siewers)
(Foto: Ulrich Siewers)

ist mit rund 30 Hektar eines der größten Wacholderschutzgebiete in der Eifel. Um den Wacholder vor dem Aussterben zu bewahren, kaufte bereits 1913 die Bonner Ortsgruppe des Eifelvereins, also über 30 Jahre vor dem Inkrafttreten der Naturschutzverordnung von 1936, die Wiwelsberger (auch Wibbelsberger) Heide. Dank der Initiative der Bonner Naturfreunde im Jahr 1972 ist die Heide an Wochenenden ein beliebtes Ziel für Wanderer und Naturliebhaber (Wander-Tipp). Besonders eindrucksvoll ist die Heidelandschaft im Juni, wenn der Ginster seine Blütenpracht entfaltet ("Eifelgold"). Eine Info-Tafel am oberen Rand des nach Nordosten abfallenden Heidegeländes erklärt anschaulich seine Entstehung durch die traditionelle Schiffelwirtschaft.

Trotz ihrer touristischen Attraktion ist der Standort ausgesprochen wildreich. Neben Reh- und Rotwild trifft man am Wiwelsberg auf eine starke Herde von Mufflons (Muffelwild). Dieses ursprünglich nicht in der Eifel beheimatete Wildschaf ist seit Beginn der 40- Jahren standorttreu. Die Tiere sorgen u.a. durch ihren Verbiss, dass die Heidelandschaft am Wiwelsberg offen bleibt. Deshalb hat man vom Info-Punkt am oberen Rand einen fantastischen Ausblick auf das Tal des Blasweilerbaches und den Steinerberg (480 m) gegenüber.